Die Redaktion der ZEIT ist in großer Sorge um das Leben ihrer am vergangenen Freitag in Bagdad entführten Mitarbeiterin Giuliana Sgrena. Um so dankbarer sind wir für die Solidarität der muslimischen Verbände in Deutschland. Gemeinsam verurteilen sie in einem Aufruf, den wir auf dieser Seite veröffentlichen, die Entführung und appellieren an die Geiselnehmer, Giuliana Sgrena, sofort und bedingungslos freizulassen.

Die ZEIT bittet alle Muslime in Deutschland, sich diesem Aufruf anzuschließen: Unterstützen Sie den Protest Ihrer Verbände gegen die Geiselnahme in Bagdad. Wir wissen sehr wohl, dass gesetzestreue deutsche Muslime mit den verbrecherischen Geiselnehmern im Irak nichts gemein haben. Trotzdem ist der Protest der Muslime ein wichtiges Signal, dass wir alle – unabhängig von unseren Glaubensüberzeugungen – im Kampf gegen den Terrorismus zusammenstehen.

Dies ist das erste Mal, dass die ZEIT eine Seite in arabischer und in türkischer Sprache veröffentlicht. Nie haben wir mehr um das Leben einer Mitarbeiterin gebangt. Giuliana Sgrena ist eine furchtlose Journalistin, eine Streiterin gegen den Krieg. Sie verdient unser aller Solidarität und Unterstützung.

DIE ZEIT, Chefredaktion