In der ZEIT Nr. 8/04 stellte Toralf Staud das Handbuch für Deutschland vor, mit dem die Integrationsbeauftragte des Bundes Ausländern den deutschen Alltag erklärt. Fast 80000 Exemplare des Buches wurden inzwischen verteilt. An einigen Details entzündete sich Protest, die christlichen Kirchen etwa sahen ihre Religion nicht gebührend berücksichtigt.

In diesen Tagen erscheint nun die zweite Auflage. "Durch das Zuwanderungsgesetz hat sich der ganze rechtliche Rahmen geändert", heißt es zur Begründung. Nebenbei seien "natürlich die Anmerkungen" berücksichtigt worden. Christliche Feiertage werden nun detaillierter erklärt, ebenso die Nationalhymne. Auf Wunsch der Union wird auch Helmut Kohl erwähnt. Bei der Geografie kamen Spreewald und Alpen hinzu. Und im Kapitel Freizeit ist die Zahl der Bundesligavereine von 20 auf 18 korrigiert worden. Unter www.handbuch-deutschland.de steht die Neufassung schon im Netz – jetzt auch auf Polnisch und Italienisch.