Im Afrikamuseum von Tervuren vor den Toren Brüssels widmet sich eine Ausstellung dem Gedächtnis des Kongos in der Kolonialzeit. Wie sah das Riesengebiet am großen Fluss aus, als im späten 19. Jahrhundert der belgische König Leopold II. nach seinen Schätzen griff? Wie unterwarf sich die koloniale Hierarchie alles Alteingesessene? Auf welche Weise zwang die Ausbeutung von Kautschuk und Bodenschätzen die Menschen unters Joch? Und schließlich: Wie haben der König und seine Chargen diesen grausamen Griff zu Hause, in Belgien und ganz Europa, als zivilisatorische Großtat verkauft? Belgische und afrikanische Wissenschaftler dokumentieren die Zeit bis zur Unabhängigkeit 1960. Vorspiel für ein anderes Museum, denn Schritt für Schritt, Saal für Saal zieht in das Haus, in dem seit fast hundert Jahren der Kolonialismus gefeiert wird, Selbstkritik ein.

Königliches Museum für Zentralafrika, Leuvensesteenweg 13, Tervuren, bis 9. Oktober dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, am Wochenende bis 18 Uhr, Eintritt 8 Euro. Auskunft: Tel. 0032-2/7695211,www.africamuseum.be



Die meisten Feste enden in der Küche. Sie ist ein beliebter Ort für heiße Diskussionen und ein letztes Glas vor dem Nachhauseweg. Mit diesem Inbegriff der Gemütlichkeit kann eine Restaurantküche zwar nicht konkurrieren, andererseits wird dort wahrscheinlich perfekter gekocht. Zur "1. Apples-Küchenparty" lädt das gleichnamige Restaurant im Hamburger Hotel Park Hyatt. Zu erwarten ist ein Potpourri aus "Kommunikation, Kulinarik und Kultur", das Singles wie Paare mit Hang zu Luxusspeisen gleichermaßen begeistern soll. Dank der offenen so genannten Show-Küche können die Gäste Kontakt zu den extra angereisten, sternengekrönten "Top-Protagonisten" halten und so womöglich sogar an ein paar Profitipps für den heimischen Herd kommen.

28. Februar, 19 Uhr, 120 Euro inklusive Essen und Trinken. Info: Agentur Krebs & Plaß, 22089 Hamburg, Tel. 040/259287



Reisen bildet nicht, wenn man die ganze Zeit am Strand verbringt. Wer seinen Urlaub dagegen lieber zu Lernzwecken nutzt, bekommt von der Thomas Morus Akademie jede Menge richtungsweisende Vorgaben. Die anregenden Broschüren Ferienakademien und Erkundungen stellen das Programm für 2005 vor. Es bietet neben Kurztrips meist zu deutschen Zielen mehrtägige Studienfahrten ins europäische Ausland vom Baltikum bis Bulgarien, von Griechenland bis Großbritannien. Die von der Akademie größtenteils selbst konzipierten Studienfahrten werden stets von Fachleuten begleitet, je nach Thema von Geografen, Philologen oder Kunsthistorikern.