Auf den britischen Inseln hat nicht nur Brüssel, sondern gleich ganz Europa den Ruf, nicht viel Sinn für Spaß zu haben. Dieses Vorurteil unterstrichen die EU-Bürokraten jetzt erneut. In ihrem Bemühen, Steuerschlupflöcher zu stopfen, kommen sie nun der Pferdelust bei - genauer gesagt: der Pferdezucht.

Das wertvollste Gut eines Pferdezüchters sind die Gene seiner Hengste. Die leiht er anderen Züchtern, die sie so veredelnd wie möglich bei ihren Stuten einsetzen. Für jede Begattung gibt es ein Honorar (durchschnittlich rund 8000 Euro). Und das war bisher steuerfrei. Ebendas soll sich künftig ändern. Nach Angaben der EU-Kommission fällt diese Steuergesetzgebung in die Kategorie staatliche Subvention - und die ist nach europäischen Wettbewerbsregeln bekanntlich verboten. Deshalb ist nun Schluss mit lustig, haben jedenfalls die Verantwortlichen in Brüssel befunden.