Die Arbeitslosenzahl im Februar ist Medien-Berichten zufolge auf 5,216 Millionen gestiegen. Dies seien 177.000 Arbeitslose mehr als im Januar und 575.000 mehr als vor einem Jahr, hieß es aus BA-Kreisen. Die Arbeitslosenquote sei im Monatsvergleich um 0,5 Punkte auf 12,6 Prozent gestiegen.Experten führen den starken Anstieg unter anderem auf die anhaltende Frostperiode im Februar zurück, die den Abbau von Arbeitsplätzen auf dem Bau und in anderen Außenberufen beschleunigt hat. Auch die Erfassung erwerbsfähiger Sozialhilfeempfänger, die seit Jahresanfang als Arbeitslose gezählt werden (der "Hartz-IV-Effekt"), habe sich in der Februar-Zahl niedergeschlagen.Der kräftige Anstieg der Erwerbslosenzahlen hat unterdessen die Hoffnungen der rot-grünen Bundesregierung auf einen raschen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Frühjahr gedämpft. Nach Einschätzung von Bankanalysten wird die Fünf-Millionen-Marke erst im Mai unterschritten. Die Vermittlung der 200 000 bis 300 000 Empfänger des neuen Arbeitslosengeldes II werde weitaus schwieriger werden als bislang angenommen. "Das hängt natürlich von der Zahl der Ein-Euro-Jobs ab, die in den kommenden Monaten entstehen", meinte Deutsche Bank-Volkswirt Stephan Bielmeier.Im Januar hatte die Zahl der Arbeitslosen mit 5,037 Millionen erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland die Fünf- Millionen-Marke überstiegen. Ursache für den ungewöhnlich hohen Zuwachs von 573 000 waren in erster Linie die Auswirkungen der Hartz- IV-Reform. Ohne die 230 000 im Januar erstmals in der Arbeitslosenstatistik erfassten Sozialhilfeempfänger hätte die Zahl der Erwerbslosen im Januar bei rund 4,8 Millionen gelegen.