Seit Monaten wird spekuliert, wann die ersten Autos aus China auf den Weltmarkt drängen. Jetzt berichtet das Fachblatt Automotive News Europe, dass holländische und italienische Importeure kurz davor stünden, die ersten China-Fahrzeuge auf den europäischen Markt zu bringen. Im Gespräch sind Fahrzeuge der Hersteller Jiangling, Chery oder Geely, die im chinesischen Heimatmarkt mit preiswerten Fahrzeugen gegen die in dortigen Joint Ventures von VW/Audi, General Motors, Toyota, Mitsubishi oder Hyundai montierten Modelle antreten. Ohne westliche oder japanische Technologie kommen die China-Autos freilich selten aus. Ein mögliches Exportmodell, der Geländewagen Jiangling Landwind, basiert laut Automotive News auf dem Isuzu Frontera (hierzulande einst als Opel Frontera verkauft) mit Motoren von Mitsubishi.

Bei anderen bislang nur in China verkauften Modellen klagen westliche oder japanische Autobauer über ungenierten Ideenklau der ehrgeizigen Newcomer.

Schneller als die Chinesen waren ihre Rivalen aus Indien. So wird der auch bei uns verkaufte kleine Hyundai Atos in Indien gebaut, und Tata Motors exportiert aus seiner Fabrik in Pune bereits Gelände- und Kleinwagen nach Spanien oder Italien. Als Cityrover wird der leicht modifizierte kleine Tata Indica in England und demnächst auch in Deutschland angeboten.