DIE ZEIT: Gratulation zum Paul Ehrlich-Preis, einem klassischen Vorläufer zum Nobelpreis. Waren Sie schon einmal für Stockholm nominiert?

Ian Wilmut: Ich bin sehr erfreut und stolz, den Preis zu erhalten. Ob ich in Stockholm jemals vorgeschlagen wurde – das weiß ich nicht.

ZEIT: Ihr jüngstes Projekt, Klonen menschlicher Zellen zu Forschungszwecken, wäre in Deutschland verboten. Der Paul-Ehrlich-Preis wird zur Hälfte vom Bundesgesundheitsministerium finanziert. Das hat bereits Proteste ausgelöst.

Wilmut: Ach ja? In meiner Festvorlesung werde ich darlegen, warum diese Forschung sinnvoll ist.

ZEIT: Was sind Ihre wichtigsten Argumente?

Wilmut: Die Übertragung von Zellkernen durch Klonen ermöglicht es, Erbkrankheiten auf eine Weise zu studieren, die sonst nie möglich wäre.

ZEIT: Worin besteht diese Einzigartigkeit?