Eine Übernahme der angeschlagenen Schweizer Fluggesellschaft Swiss durch die Lufthansa steht laut der NZZ am Sonntag unmittelbar bevor. Danach soll die Swiss ihren Namen behalten können. Das Thema sei bereits am Freitag von der Regierung, die einer solchen Übernahme stets wohlwollend gegenüberstand, beraten worden, bestätigte ein Regierungssprecher, ohne nähere Einzelheiten zu nennen.An diesem Montag würden die Hauptaktionäre der Swiss - Vertreter des Bundes, der Kantone und Städte, von Banken und führenden Unternehmen - von der Geschäftsführung über den Stand der Verhandlungen unterrichtet, schreiben Schweizer Sonntagszeitungen. Die NZZ am Sonntag berichtet, dass die Verhandlungsparteien nun unter Druck für einen schnellen Abschluss stünden, da ihre Beratungen öffentlich bekannt geworden seien. Nach diesen Berichten wird die Swiss nicht umbenannt werden. Die Lufthansa würde zunächst nur eine Minderheitsbeteiligung übernehmen, während die Swiss ihr Sanierungsprogramm fortsetzen kann. Der Bund, der mit rund 20 Prozent an der Swiss beteiligt ist, müsse keine zusätzliche Kapitalspritze mehr beschließen, hieß es. Nach einem Bericht der SonntagsZeitung will der Liquidator der Swiss-Vorgängerin Swissair, Karl Wüthrich, den gesamten Verwaltungsrat der damaligen SAirGroup vor Gericht bringen. Die Swissair war im Herbst 2001 zahlungsunfähig geworden. Es geht um die Benachteiligung von Gläubigern und damit um Hunderte von Millionen Franken. Auch ein Staatsanwalt in Zürich ermittelt bereits wegen Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung.