technik Höllenpforte zum HimmelSeite 3/3

Der Informatiker Cathomen denkt noch konkreter über künftige Nachbarn nach: Wissenschaftler mit ihren Familien. Schließlich hat die Bauherrin Alptransit AG zwei Schächte in den Untergrund getrieben. Würde nur einer zum Liftfahren verwendet, stünde der zweite daneben leer. Hier könnte am freien Fall herumgeforscht werden: »Nirgends auf der Welt gibt es ein solches Bauwerk.« Den Architekten Loretz beschäftigt als Raumexperte ein weiterer tiefsinniger Gedanke, jener vom Werden eines Lochs im Berg: »Das wirklich Besondere an der Porta Alpina ist ihre Lage: Das hier ist ein Un-Ort – ein Ort, den es eigentlich gar nicht gibt.«

Solche Un-Orte schlagen die Schweizer seit Jahrhunderten aus dem Berg. Ihr kleines Land haben sie mit Stollen, Schächten, Zivilschutzräumen und Militärbunkern unterhöhlt. 2500 Kilometer Weg unter Tage, die Strecke von Stockholm nach Afrika. Auch diesen Bahnhof werden sie bauen.

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