Die Deutsche Bank hat sich mit ehemaligen Aktionären des Telekommunikation-Konzerns Worldcom auf einen Vergleich geeinigt. Die Bank wird nun 325 Millionen Dollar (242 Mio. Euro) an die Anleger des Unternehmens zahlen, das wegen Bilanzbetrugs hatte Insolvenz anmelden müssen. Mit dieser Zahlung soll der Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und den Aktionären endgültig beigelegt werden. Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004 werde dadurch mit 74 Millionen Euro belastet und reduziere sich auf 2,47 Milliarden Euro, teilte die Bank am frühen Freitagmorgen mit.

Die Anleger hatten der Deutschen Bank und einigen weiteren Geldinstituten vorgeworfen, sie hätten dabei geholfen, Worldcom-Anleihen für rund 15 Milliarden Dollar zu verkaufen, obwohl sie angeblich schon wussten, dass die Telefongesellschaft ihre tatsächliche finanzielle Lage verschleiert hatte. Nun zahlte die Bank of America in einem ähnlichen Vergleich 460,5 Millionen Dollar, die Citigroup 2,65 Milliarden Dollar. Worldcom war in den größten Bilanzbetrug und das größte Insolvenzverfahren der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte verwickelt. Die Worldcom-Aktien wurden wertlos. Der Konzern hatte sich nach dem Skandal in MCI umbenannt.