Zu den Eröffnungsfeiern des neuen Holocaust- Museums werden am Dienstag in Jerusalem Staatsgäste aus etwa 40 Ländern erwartet. Die Polizei verschärfte am Montag die Sicherheitsmaßnahmen in Jerusalem, während die ersten internationalen Besucher in Israel eintrafen. Unter den Gästen, die in der Gedenkstätte Jad Vaschem erwartet werden, sind Bundesaußenminister Joschka Fischer, Nobelpreisträger Elie Wiesel, die Präsidenten Polens und der Schweiz sowie die Ministerpräsidenten Frankreichs, Schwedens, Italiens und der Niederlande.Höhepunkt der Feiern ist die Eröffnungszeremonie am Dienstagabend mit etwa 2000 Teilnehmern, darunter der israelische Staatspräsident Mosche Katzav und Ministerpräsident Ariel Scharon. Am Mittwoch sind weitere Gedenkfeiern vorgesehen, bei denen zahlreiche internationale Delegationen und jüdische Gruppen vertreten sind.Der Bau des 4200 Quadratmeter großen Museums hat umgerechnet 43 Millionen Euro gekostet. Es liegt in einem lang gestreckten Gebäude in Form eines Prismas, das sich durch den Berg der Erinnerung auf dem Gelände von Jad Vaschem bohrt. Der zum größten Teil unterirdische Bau besteht aus grauem Zement und Glas. Das im Gegensatz zu seinem Vorgängerbau hell erleuchtete Museum ist in neun verschiedene Räume aufgeteilt, die sich jeweils mit unterschiedlichen Abschnitten der Geschichte der Judenvernichtung durch Hitler-Deutschland befassen.