Sich mit einem Schokoladenhersteller anzulegen kann einen heutzutage schnell vor Gericht bringen. So darf die französische Schneiderin Milka Budimir ihre Internet-Adresse www.milka.fr nicht mehr nutzen, weil Milka-Produzent Kraft Foods sie verklagt und einen langwierigen Prozess gewonnen hat. Daraus lernen wir zweierlei. Erstens, dass selbst die zarteste Versuchung eine harte Nuss sein kann. Und zweitens, dass Milka eine Marke mit globalem Anspruch ist.

Gerade vor Ostern sollte man sich also nicht von Milkas lila Schmunzelhasen täuschen lassen, der mit unschuldiger Vernasch mich-Miene durchs Werbefernsehen hoppelt. Ohne mit dem Barthaar zu zucken, wird Hasilein seine Anwälte von der Kette lassen, sollte irgendwer seine weltweite Führungsrolle als Schokofigur infrage stellen.

Allein die Australier wagen noch Widerstand. Sie haben schlechte Erfahrungen mit Kaninchen als Landplage gemacht und verachten seitdem alles, was Löffel hat, Hasen inklusive. Konsequenterweise sind auch Schokohasen verhasst, was ein globales Marketing nicht gerade erleichtert. Stattdessen verehren Australier ein Kaninchennasenbeutler genanntes Beuteltier. Derzeit ist es als Schokoladen-Oster-Kaninchennasenbeutler im Versandhandel erhältlich.

Ein wenig sieht es so aus, als hätte man eine Ratte mit einem Gremlin gekreuzt und anschließend in Schokolade getunkt. Nicht putzig. Vermutlich auch nicht zart. Aber absolut gerichtsfest.