Erleichterung bei den Fußballfans: Die Insolvenz von Borussia Dortmund ist abgewendet. Der Immobilienfonds Molsiris, der dem Verein vor drei Jahren das Westfalenstadion abkaufte, um ihm zu Bargeld zu verhelfen, unterstützt die Borussen erneut: Der von der Commerzbank aufgelegte Fonds gibt eine Barreserve von 52 Millionen Euro frei. Mit dem Geld will der BVB Teile des Stadions zurückkaufen und so die erdrückend hohen Mietkosten senken.

Nach den mehr als sechsstündigen Verhandlungen gab sich der Vereinspräsident Reinhard Rauball sichtlich erleichtert: Einen solchen Tag möchte ich nicht noch einmal erleben. Die Anleger werden ihm da wohl beipflichten. Trotz der hohen Zustimmung - immerhin 94,43 Prozent der Anteilseigner unterstützten die Sanierung - verließen viele den Abstimmungsort mit Wut im Bauch. Allerdings richtete sich ihr Zorn weniger auf den Verein, der teure Spieler einkaufte und gleichzeitig spielerisch versagte - als auf ihre Anlageberater. Ich ärgere mich über die Commerzbank, die mir Sicherheit suggerierte, schimpfte etwa Anleger Helmut Steigerwald, der nach eigenen Angaben 50 000 Euro investierte. Ich will meinen Schaden ersetzt haben.