Direktor der German School of Music Weimar in Südkorea

Die Weimarer Musikhochschule Franz Liszt und die Kangnam University in Yongin bei Seoul haben gerade die German School of Music Weimar eröffnet. In Südkorea. Warum soll es da eine deutsche Musikausbildung geben?

Die Musikausbildung in Deutschland genießt in meinem Land ein hohes Ansehen.

Jedes Jahr bemühen sich Tausende von Koreanern um einen Studienplatz an deutschen Musikhochschulen. Da kam uns gemeinsam mit Stefan Groeger, dem Kanzler der Hochschule für Musik Franz Liszt, die Idee, eine deutsch-koreanische Musikausbildung hier vor Ort anzubieten: Das erspart den Studierenden die lange Reise - bei gleicher Qualität der Ausbildung. Die Musikdozenten kommen aus Deutschland, der theoretische Teil des Curriculums wird auf Koreanisch unterrichtet. Und die besten Studenten gehen außerdem für zwei Semester nach Weimar.

Wie sehen Sie die Chancen auf dem koreanischen Bildungsmarkt?

Unsere Studiengebühren in Höhe von 3300 Euro liegen etwas über dem koreanischen Durchschnitt: Wir bieten dafür aber mit den deutschen visiting professors sowie den zweimal jährlich aus Weimar anreisenden betreuenden Professoren, die die Prüfungen abnehmen und Meisterkurse geben, eine hoch qualifizierte Ausbildung. Und wir sind als All Steinway School mit den besten Instrumenten ausgerüstet und haben unsere Unterrichtsräume nach deutschen Schallschutz-Richtlinien auf den modernsten Stand gebracht. Das gibt es in Korea sonst nirgendwo.

Was für einen Abschluss gibt es?