Auch das gibt es - trotz dramatischer Arbeitslosigkeit: Vor allem weil er nicht genug qualifizierte Bewerber für die neu eingerichteten Prüfämter fand, hat der Bundesrechnungshof im vergangenen Jahr deutlich weniger Geld ausgegeben als geplant. Wie Rechnungshofpräsident Dieter Engels dem Bundestag mitteilte, beliefen sich die Ausgaben nur auf 74,68 Millionen Euro, 14,68 Millionen weniger, als der Behörde nach dem Haushaltsplan zustanden. Die erfolglose Suche nach Mitarbeitern führte nicht nur zu Einsparungen im Personaletat. Auch die Etatansätze für Austattung der Büros und für Dienstreisen wurden bei weitem nicht ausgeschöpft. Ob sich Finanzminister Hans Eichel über die geringeren Ausgaben tatsächlich freuen kann, ist jedoch fraglich. Denn mit seinen Kontrollen sorgt der Rechnungshof dafür, dass in Ministerien und anderen Bundesbehörden möglichst wenig Steuergelder verschwendet werden. Doch je weniger Kontrolleure, desto weniger Kontrollen.