Aus Gründen der Diskretion wurde an dieser Stelle bislang darauf verzichtet, pikante Details aus dem Privatleben der Briten zu erörtern. Damit ist jetzt Schluss, und zwar aus gegebenem Anlass. Nein, es gibt nichts Neues über Prinz Charles und Camilla zu berichten. Die Sache ist eher von grundsätzlicher Bedeutung. So berichtet die ehrwürdige Times unter Berufung auf das Gesundheitsministerium, dass es in den Schlafzimmern des Königreichs heiß hergehe. Und zwar gelegentlich so heiß, dass im vergangenen Jahr 22 Menschen durch das Brennen oder Schmelzen von Nachtwäsche verletzt wurden.

Der Statistik zufolge hatten die Briten auch sonst zahlreiche exotische Unfälle zu verkraften: Zwei wurden durch den Angriff eines Tausendfüßlers niedergestreckt - ein Patient musste wegen Aufenthaltes in schwereloser Umgebung ärztlich behandelt werden.

Heiße Nächte wird es in Großbritannien wohl noch öfter geben, wenn sich der Bundesverband des deutschen Textileinzelhandels durchsetzt. Der befürchtet Umsatzverluste und warnt vor der geplanten europäischen Norm zum Schutz vor Entflammbarkeit von Nachtwäsche - auch weil feuerfeste Baumwollpyjamas zahlreichen Restriktionen beim Schnitt unterlägen. Anders gesagt: Sie seien so hässlich, dass niemand sie kaufen mag. Und falls doch jemand zugreift, brauchten sie eigentlich nicht feuerfest zu sein. Weil sich somit die Zigarette danach erledigt hat.