Der Abschied wird schwer: 200 bis 300 Kilogramm bringt allein ein einzelner Knochen des Brachiosaurus brancai auf die Waage. Von Mitte April an wird das Skelett der Pflanzen fressenden Riesenechse im Berliner Museum für Naturkunde demontiert, der Lichthof soll ein neues Glasdach bekommen. Seit den dreißiger Jahren wohnt der Dinosaurier bereits im Museum (das Foto zeigt den Aufbau), nur 1987 reisten die Knochen einmal für eine Ausstellung nach Japan. Damit das wertvolle, etwa 150 Millionen Jahre alte Skelett bei der Renovierung keinen Schaden nimmt, baut eine kanadische Spezialfirma es Knochen für Knochen auseinander und bringt die Einzelteile zur Reinigung und Konservierung in ein Außenlager. Brachiosaurus brancai zählt zu den größten Landtieren aller Zeiten. Fast 12 Meter maß er von der Schnauze zur Schwanzspitze, ragte 23 Meter in die Höhe und schleppte 70 Tonnen Lebendgewicht durch den urzeitlichen Wald.