Interview "Viele haben geschlafen"

Wie gefährlich ist Feinstaub in der Atemluft? Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Tröge, über wirksame Strategien gegen den Ruß. Ein ZEIT-Gespräch

DIE ZEIT: Herr Troge, Ihr Dienstfahrzeug ist ein Diesel, oder?

Andreas Troge: Ja, seit eineinhalb Jahren

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ZEIT: Etwa ein Stinker?

Troge: Natürlich nicht. Wir haben einen Wagen aus einer Wolfsburger Autoschmiede gekauft und mit einem Rußfilter nachgerüstet. Die Autoindustrie behauptete übrigens damals noch, das funktioniere nicht. Tatsächlich arbeitet der Filter hervorragend. Er hält mehr als 95 Prozent der Partikel zurück.

ZEIT: Welche Gefahr verursachen filterlose Diesel?

Troge: In modernen, hoch verdichteten Dieselmotoren wird der Kraftstoff sehr fein zerstäubt, sehr klein und deshalb unsichtbar sind die Rußpartikel, die aus dem Auspuff kommen. Dieser Feinstaub dringt tief in die menschlichen Lungen ein und kann vor allem zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. In Ballungsräumen stammt rund die Hälfte des Feinstaubs aus Dieselautos.

ZEIT: Die deshalb zu Unrecht das Image haben, geradezu Ökomobile zu sein?

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