Zeit in Luxus-Form
250 kostbare Taschenuhren von Vacheron Constantin kommen zur Auktion
Elisabeth II. trägt eine, Nicole Kidman ebenfalls und auch der Aga Khan: Sie alle schmücken sich mit einer Armbanduhr der Genfer Manufaktur Vacheron Constantin. Den 250. Geburtstag der Uhrenbauer nimmt nun das Auktionshaus Antiquorum zum Anlass, am 3. April genau 250 seltene und komplizierte Werke im Genfer Mandarin Oriental Hotel du Rh'ne zum Aufruf zu bringen. Immerhin handelt es sich bei Vacheron Constantin um das älteste, ununterbrochen aktive und auf dem Markt präsente Traditionsunternehmen, wenngleich Namen und Besitzer gelegentlich wechselten.
Heute kommen immer mehr Käufer aus dem Fernen Osten, dort bot sich gleich in mehreren Städten die Gelegenheit zur Vorbesichtigung: Tokyo, Taipei und Hongkong standen im Vordergrund, im Westen gab es Tourneestopps nur in New York und Mailand.
Angefangen hatte alles im Jahr 1755, als der 24-jährige hugenottische Immigrantensohn Jean-Marc Vacheron in einem kleinen Atelier unter dem Dach in Genf seine Werkstatt eröffnete. Damals gab es in Genf bereits 4000 ansässige Uhrmacher, darunter 800 Meister. Die Konkurrenz war groß, aber Vacheron wusste sich mit Talent und innovativen Ideen ebenso durchzusetzen wie sein Partner Constantin und spätere Generationen. Bereits 1830 verkauften sich Uhren der Firma in New York und New Orleans.
Als der großen Nachfrage mit reiner Handarbeit nicht mehr nachzukommen war, verpflichtete man den genialen Erfinder Georges Auguste Leschot. Er entwickelt Maschinen, mit denen man austauschbare Einzelteile wie Brücken, Platinen und Räder schneller und noch wesentlich präziser herstellen konnte.
Ab 1880 darf die Marke auch gesetzlich geschützt das Malteserkreuz im Wappen führen.
Das Ende der Manufaktur schien nah, als in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts plötzlich zwei Witwen das Unternehmen weiterführen mussten. Doch sie meisterten die Situation noch im hohen Alter. Anlässlich ihres 100.
- Datum 31.03.2005 - 14:00 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 14/2005
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren