Importverbot
Gen-Mais als Viehfutter
Die Europäische Union (EU) hat am Freitag vergangener Woche strenge Regeln für die Einfuhr von Mais aus den Vereinigten Staaten erlassen. Zuvor wurde bekannt, dass der Hersteller Syngenta jahrelang gentechnisch veränderten Futtermais der Sorte Bt10 illegal nach Europa geliefert hatte. Künftig darf nur noch Mais eingeführt werden, wenn einwandfrei festgestellt wurde, dass es sich dabei nicht um Bt10 handelt. Da ein solcher Nachweis derzeit technisch nicht möglich ist, kommt die Auflage einem Importverbot gleich.
Nach Angaben von Syngenta sind vor Jahren die Mais-Sorten Bt10 und Bt11 verwechselt worden. Beide werden vor allem als Viehfutter verwendet, wobei Bt11 in der EU zugelassen ist. Die EU bezieht jedes Jahr rund 3,5 Millionen Tonnen Bt11-Mais im Marktwert von etwa 350 Millionen Euro. Während amerikanische Diplomaten den faktischen Einfuhrstopp als überzogen kritisierten, lobte Landwirtschaftsministerin Renate Künast die Entscheidung. »Ich freue mich, dass die Kommission unseren Forderungen nachgekommen ist«, sagte sie.
- Datum 21.04.2005 - 14:00 Uhr
- Quelle (c) DIE ZEIT 21.04.2005 Nr.17
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