Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat die Wirtschaftskritik von SPD-Chef Franz Müntefering verteidigt. "Es gibt selbstverständlich in diesem Globalisierungsprozess erhebliche Exzesse und Fehlentwicklungen, mit denen wir es zu tun haben", sagte Clement am Donnerstagabend beim "Forum Pariser Platz" von Deutschlandradio Kultur in Berlin. Er bekomme jede Woche wenigsten einen Fall auf den Tisch, wo ein ausländisches Unternehmen einen Betrieb aufkaufe, nur um diesen als Konkurrenten zu schließen oder das Know-how herauszuholen, sagte der Minister.

"Wir haben spekulative Hedge Fonds, die wirklich ausschließlich auf die Interessen der Verwertung des Kapitals ausgerichtet sind, und das ist für sich genommen für eine Volkswirtschaft natürlich nicht nur fruchtbar", sagte Clement. Da würden Vermögenswerte vernichtet nd damit auch Arbeitsplätze. "Das alles hat damit zu tun, dass wir auf der Welt Kapitalströme haben, die sich verhundertfacht haben, die auf der Suche sind nach Erträgnissen, und diese Erträgnisse und die Volkswirtschaften und auch die sozialen, auch die ökologischen Bedingungen in Übereinstimmung zu bringen, das ist die Aufgabe von Politik", sagte der Minister.