1. Mai Eier gegen MünteferingSeite 2/2
Gerhard Schröder vernahm solche Botschaften nur über den Fernsehschirm. Er hatte nach den massiven Protesten der Gewerkschaften gegen seine Reformpolitik wie im Vorjahr auf einen Auftritt bei einer Mai-Kundgebung von sich aus verzichtet. Der Kanzler blieb lieber zu Hause in Hannover und verbrachte einen der seltenen Sonntage gemeinsam mit der Familie.
Krawalle, die ebenfalls schon Tradition haben, gab es an diesem 1. Mai kaum. In Berlin, sagte die Polizei nach dem Wochenende, verliefen sie so friedlich wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Dennoch kam es zu 193 Festnahmen, 52 Polizisten wurden verletzt. Gegen 22 Randalierer wurden Haftbefehle erlassen, weitere sollen folgen.
Krawalle bei Neonazi-Kundgebungen überschatteten den 1. Mai-Feiertag in Leipzig und Worms. In Leipzig erlitten bei gewalttätigen Ausschreitungen 76 Menschen Verletzungen, darunter 66 Polizisten. Mehr als 100 Randalierer wurden vorläufig festgenommen. In Worms wurden bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und linken Gegendemonstranten zehn Beamte verletzt, einer von ihnen schwer.
- Datum 02.05.2005 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) dpa, 1. 5. 2005
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