Condoleezza Rice hat bei ihrem Besuch in Kolumbien weitere Unterstützung im Kampf gegen Drogenbanden und linke Rebellen zugesagt. Die amerikanische Außenministerin kündigte am Mittwoch in der Hauptstadt Bogotá jedoch an, der Hilfsplan Colombia werde zum Jahresende auslaufen. Der Plan war vor fünf Jahren vereinbart worden. Die USA haben dem südamerikanischen Land seither 2,6 Milliarden Dollar (2 Milliarden Euro) überwiegend für militärische Projekte gewährt.

Der Plan Colombia wurde 1999 von Präsident Pastrana nach einem Besuch bei damaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton als Ersatz für den bis dahin wirkenden Entwicklungsplan, der aus den Friedensverhandlungen mit der FARC resultierte, vorgestellt. Kritiker sahen den neuen Plan skeptisch: Die verankerten Maßnahmen nützten zu einseitig den USA.

Rice sagte bei ihrem Besuch, mit Hilfe der Gelder seinen große Koka- und Klatschmohnflächen vernichtet und die Demokratie gestärkt worden. In der jüngeren Vergangenheit haben Drogenexperten in Kolumbien und aus den USA jedoch wiederholt gewarnt, dass die Drogenflächen trotz massiver Giftsprüheinsätze aus der Luft eher zu- als abnehmen würden.