Worum geht es?

Hedge Fonds sind riesige Investmentgesellschaften, die im Gegensatz zu normalen Investmentfonds von der Finanzaufsicht kaum kontrolliert werden. Egal, ob Kurse steigen oder fallen, die Fonds können vor allem dann Gewinne machen, wenn die Märkte sich bewegen. Ihr ursprüngliches Geschäft sind Wetten und Termingeschäfte auf Kursentwicklungen jeglicher Art, sei es von Aktien, Rohstoffen oder Anleihen.

Neuerdings drängeln sich Hedge Fonds ins Private-Equity-Geschäft und steigen immer öfter direkt bei Unternehmen ein, zumeist allerdings kaufen sie nicht die Mehrheit. Am weitesten verbreitet sind sie in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien. In Deutschland sind sie erst seit 2004 für Anleger zugänglich.

Die Protagonisten:

Es gibt mehrere tausend Fonds, die insgesamt rund eine Billion Dollar verwalten. Die größten Fonds haben jeweils zweistellige Milliardenbeträge zur Verfügung. Nur wenige erlangen größere – und meist zweifelhafte – Bekanntheit. 1992 wettete der vom Milliardär George Soros geführte Quantum Fund erfolgreich gegen das Britische Pfund, Großbritannien musste daraufhin das Europäische Währungssystem verlassen. 1998 ging der von Nobelpreisträgern für Ökonomie gegründete Fonds Long Term Capital Management (LTCM) Pleite, diese Krise erschütterte die Finanzmärkte.