»Ich denke viel Unsinn«Seite 9/16

ZEIT: Wie bitte? Und das fanden Sie gut?

Hornby: Ich interessiere mich nicht für Sprache an sich. Für mich dient Sprache dazu, ein Fenster in die Welt zu öffnen, Glas, durch das Sie die Welt betrachten können. Bei Schriftstellern wie Salman Rushdie geht es nur um das Glas selbst, nicht um die Welt. Diese Leute können gar nicht aufhören, irgendwelche Dinge zu beschreiben. Ich beschreibe nie. Ich kann das nicht.

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ZEIT: Sind Sie manchmal neidisch auf Sätze von anderen Autoren?

Hornby: Nein, aber ich denke dann immer, dass ich den oder die gerne kennen lernen würde. Neidisch sind Schriftsteller, wenn Kollegen tolle Kritiken bekommen oder viele Bücher verkaufen.

ZEIT: Wann waren Sie das letzte Mal neidisch?

Hornby: Warten Sie mal…Ich will Ihnen anders darauf antworten. Ich bin sehr zufrieden darüber, wie ich in Amerika gesehen werde. Ich kann mich gar nicht beschweren, ich verdiene gutes Geld dort, aber man wird in England leichter als Literat ernst genommen, wenn man nicht ganz so viele Bücher verkauft.

ZEIT: Thomas Mann hat einmal gesagt, es gebe verschiedene Arten von Schriftstellern: Musiker, Architekten und Maler.

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