appell Größtes NS-Archiv der Welt endlich öffnen!

Das Archiv des ITS, des International Tracing Service, im hessischen Städtchen Arolsen ist die weltweit bedeutendste Dokumentensammlung zum nationalsozialistischen Lagersystem, ja das größte NS-Archiv überhaupt.

Doch im Gegensatz zu den Akten der Täter im Berlin Document Center sind die Akten der Opfer in Arolsen seit Jahrzehnten für die historische Forschung unter Verschluss.

Begründet wird dies damit, dass der ITS ein ausschließlich humanitäres Mandat habe, deshalb also nur Anfragen von Opfern bearbeiten könne. Dabei sind es gerade auch die Opferverbände, wie der FNDIRP in Paris, die eine sofortige Öffnung des Archivs für die Forschung fordern.

Bewacht wird das Archiv von einem geheimnisvollen Internationalen Ausschuss in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz in Genf, der das Licht der Öffentlichkeit zu scheuen scheint.

Seit Jahren schon wird angekündigt, "demnächst" eine Zugangsregelung für Historiker zu schaffen. Doch nichts geschieht.

Der Politologe Frank-Uwe Betz beschreibt diesen lang währenden Skandal. Er hat schon im Herbst 1995 einen Appell zur Öffnung des Archivs initiiert, der von zahlreichen Wissenschaftlern unterzeichnet wurde.

Zum Artikel von Frank-Uwe Betz Das andere Mahnmal »

 
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