Nach dem schwachen ersten Quartal brachte der April endlich wieder etwas Schwung in die Showrooms der Autohäuser: Es wurden 4,1 Prozent mehr Personenwagen neu zugelassen als im selben Monat des Vorjahres. Insgesamt liegen die Zulassungen damit wieder auf dem Niveau des Jahres 2004. Die Ansicht im Detail zeigt allerdings, dass der Markt nach wie vor von Unsicherheit geprägt ist. Der kleine Aufschwung wird bislang überwiegend noch vom so genannten Flottengeschäft getragen, also den Verkäufen an Großabnehmer wie Firmen, Autovermieter oder Behörden.

Viele private Käufer zögern nach wie vor mit der Großinvestition Neufahrzeug.

Besonders unsicher sind offenbar die Dieselfans, weil die Frage nach der Förderung von Rußfiltern immer noch nicht abschließend geregelt ist - anders ist der Rückgang des Selbstzünderanteils im März und April kaum zu erklären.

Zu den Profiteuren in diesem Jahr zählten bislang die deutschen Hersteller, die im April um sieben Prozent zulegten, während die Importeure einen Rückgang um rund drei Prozent hinnehmen mussten. Nicht zuletzt die vielen neuen Modelle deutscher Hersteller haben dazu beigetragen, was sich auch in der ZEIT-Rangliste widerspiegelt: der neue 5er BMW, die neue Mercedes-A-Klasse oder der Astra von Opel glänzen mit hohen Zuwächsen.

Andererseits reagieren die Konsumenten auch sensibel auf schlechte Nachrichten über mögliche Zuverlässigkeitsprobleme, wie der Absturz der E-Klasse von Mercedes zeigt.

Bei den Marken kann BMW/Mini seinen Aufwärtstrend auch auf heimischem Terrain weiter fortsetzen, stolze Zuwächse erzielen nach wie vor auch die Koreaner (Kia, Hyundai, Chevrolet/ Daewoo), während die französischen Marken Peugeot und Renault bislang auf der Verliererseite standen. Besonders düster sieht es bei den Marken der italienischen Fiat-Gruppe (Fiat, Alfa Romeo, Lancia) aus.

Ähnlich schlecht schneidet nur noch der in die Pleite gefahrene Engländer MG Rover ab.