30. Evangelischer Kirchentag Erweckung und WiedergeburtSeite 3/3

Das ist natürlich nur ein vorsichtiger Schritt. Aber es gibt andere Initiativen, die den Evangelikalen mehr politischen Einfluss verschaffen. So wird in etwa zwei Wochen bereits zum zehnten Mal die Internationale Berliner Begegnung stattfinden, die im Kleinen dem jährlichen Nationalen Gebetsfrühstück in Amerika entspricht. Wie in Washington wollen auch in Berlin Kirchenvertreter unmittelbar auf Politiker einwirken. Damit lösen sich die deutschen Evangelikalen von Luthers Zwei-Reiche-Lehre, die politische Zurückhaltung nahe legt. Von einem Einfluss, wie er in Amerika zu verzeichnen ist, sind sie aber noch weit entfernt.

Diskret ist das evangelikale Christentum nicht. Es gefällt nicht jedem. Nicht nur Liberale, auch Traditionalisten dürften ihre Schwierigkeiten damit haben. Die Geringschätzung kirchlicher und philosophischer Traditionen bringt unweigerlich eine gewisse Verarmung des Denkens mit sich. Ernst zu nehmen sind sie dennoch.

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Hartmut Steeb, der Generalsekretär der Evangelischen Allianz in Deutschland, hält es zumindest für möglich, dass von landes- und freikirchlichen Evangelikalen langfristig eine Rechristianisierung Deutschlands ausgehen könnte.

 
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