Derzeit sind Bauspardarlehen häufig teurer als normale Kredite. Daher wird oft geraten, auf das Bauspardarlehen zu verzichten und nur das Guthaben für die Finanzierung einzusetzen. Doch manchmal erklärt sich die Bank dazu bereit, etwa aufgrund einer niedrigeren Darlehenssumme und der dadurch besseren Sicherheit den Zins zu reduzieren.

Kostet beispielsweise bei einer Finanzierung über insgesamt 165000 Euro ein Bauspardarlehen über 15000 Euro fünf Prozent Zins und das Bankdarlehen über 150000 Euro 4,25 Prozent, erscheint es auf den ersten Blick günstiger, den gesamten Kredit in Höhe von 165000 Euro mit einem Bankdarlehen zu finanzieren.

Wenn bei dieser höheren Summe jedoch die Bank 4,5 Prozent Zins verlangt, weil für sie das Verhältnis von Kreditsumme zu Immobilienwert ungünstiger geworden ist, sieht es anders aus: Dann entstehen bei der reinen Bankfinanzierung ohne Berücksichtigung der Tilgung jährliche Zinsen von 7425 Euro. Das Bankdarlehen über 150000 Euro (mit niedrigem Zins) plus Bauspardarlehen kostet hingegen nur 7125 Euro Jahreszins.

Wegen des hohen Anteils an der Gesamtsumme fällt die Reduzierung der Zinsen beim Bankkredit viel stärker ins Gewicht als der teurere, aber kleine Bausparkredit. Allerdings funktioniert dieses Modell nur, wenn bereits ein zuteilungsreifer Bausparvertrag vorhanden ist und die Bank für die dadurch niedrigere Kreditsumme auch niedrigere Zinsen verlangt. HAM