Das Erzeugen genetisch identischen Lebens ist eine uralte Technik, deren Früchte wir täglich genießen: Ob Äpfel, Trauben, Bananen oder Blumen, ein klonender Gärtner war fast immer dabei.

Das erste Tier klonte vor über hundert Jahren ein deutscher Forscher.

1902 halbiert der Freiburger Zoologe Hans Spemann mit einem Haar einen Salamanderembryo – und schafft damit deren zwei.

1952 übertragen Robert Briggs und Thomas King erstmals Zellkerne von Fröschen in entkernte Eizellen. Aus 104 Versuchen entstehen 27 Kaulquappen, aber kein Frosch.

1986 klont der Däne Steen Willadsen erstmals ein Säugetier. Ein Lamm entsteht durch Übertragung des Zellkerns aus einem Schafembryo in eine entkernte Eizelle. Bald darauf klont er auch Kälber aus Embryonalzellen.

1994 klont der Reproduktionsmediziner Jerry Hall erstmals menschliche Embryonen durch Zerteilen und zerstört sie bald danach.

1996 kommt Klonschaf Dolly zur Welt und sorgt bei der Präsentation durch Ian Wilmut im Februar 97 weltweit für Aufregung.

1997 stellt Wilmut das erste transgene Klonschaf Polly vor. Es enthält ein menschliches Gen. Solche Tiere sollen Arzneimittel liefern, etwa Gerinnungsfaktoren für Bluterkranke.

1998 produziert die US-Firma Advanced Cell Technology (ACT) das erste Klonkalb, Forscher auf Hawaii klonen Mäuse. Zweifel an der Nutzbarkeit der Dolly-Methode schwinden. Der Amerikaner James Thomson züchtet menschliche embryonale Stammzellen.