Klaus F. Zimmermann, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW), und sein Kollege Hans-Werner Sinn vom Münchner ifo-Institut würden in der Öffentlichkeit nie schlecht übereinander reden. Sie verstehen sich aber als Rivalen. Beide drängen nach wissenschaftlichem Lorbeer und nach der größten Präsenz in den Medien - jeder möchte sein Institut an der Spitze der sieben staatlich geförderten Wirtschaftsforschungsinstitute in der Bundesrepublik sehen. Zimmermann glaubt nun, sich einen Vorsprung erkämpft zu haben. In einem vom Handelsblatt veröffentlichten Ranking liegt er unter Deutschlands Top-Forschern an fünfter Stelle, Sinn kommt nur auf Rang elf. Unter den Medienstars der Ökonomengilde hält dagegen Sinn die Spitze, Zimmermann folgt immerhin auf Platz vier. Doch das DIW legt Wert auf die Feststellung, dass seine Mitarbeiter bei renommierten Konferenzen weit mehr Vorträge als ifo-Vertreter halten, und auch bei Aufsätzen in den wichtigsten ökonomischen Fachblättern liegt das DIW vorn. Nur ist das kein Kunststück. Denn während das DIW Ende vergangenen Jahres 117 wissenschaftliche Mitarbeiter zählte, waren es bei ifo lediglich 64.