Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor Risiken und Nebenwirkungen beim Arzneikauf in Internet-Auktionshäusern. Verbotenerweise seien im Angebot verschiedener Auktionshäuser verschreibungspflichtige Präparate wie Antibabypillen aufgetaucht. Bei eBay seien die Offerten erst nach ein bis zwei Tagen von der Website entfernt worden, bei anderen Anbietern habe der Sicherheitscheck sogar komplett versagt, und es sei es zur Versteigerung gekommen, kritisierte der Gesundheitsexperte der Düsseldorfer Verbraucherzentrale, Wolfgang Schuldzinski. Sorgen bereitet den Verbraucherschützern auch die - legale, aber oft allzu sorglose - Vermarktung frei verkäuflicher Medikamente. So sei es Testern etwa gelungen, auf einen Schlag 15 Packungen eines Schmerzmittels zu ordern. Häufig würden Apotheker bei eBay und Co sogar für die Bestellung großer Mengen werben. Der Preisvorteil gegenüber konventionellen Apotheken beträgt laut Schuldzinski oft nur 10 oder 20 Cent und wird bei kleinen Bestellungen durch die Versandkosten aufgezehrt.