Bei Toyota haben sie ein neues Modell: Hiroshi Okuda. Nein, das ist keine Automobilmarke, sondern der Name des Chefs. Der Tokyoter Firmenpatriarch und Vorsitzende des japanischen Unternehmerverbandes will Anfang Juni bei der Aichi Expo über einen Laufsteg flanieren. Meldet jedenfalls der Asahi Shimbun. Ist nach Jahren der Chefschelte nun auf einmal der Managerlook wieder angesagt? Müssen sich die Vereinigten Staaten bald auf die Dennis-Kozlowski-Sommermode einstellen (inspiriert von römischen Orgien à la Tyco International)? Oder ist hierzulande bald der Klaus-Esser-60-Millionen-Dollar-Look en vogue (schmaler Einreiher, geräumiges Köfferchen)?

Keine voreiligen Rückschlüsse, bitte. Okuda modelt ja nicht der Schönheit wegen, sondern für die Umwelt. Der Toyota-Chef will auf dem Laufsteg im wahrsten Sinne des Wortes coole Klamotten vorstellen: ein Energiespar-Outfit aus Hose und Hemd, aber ohne Sakko oder Krawatte. Darin brauche man die Klimaanlage nämlich nicht so eisig einzustellen, wie es in Tokyo üblich ist.

Und das spare Energie und rette die Umwelt vor der Klimakatastrophe. Na bitte! Sage noch einer, die Automobilbranche tue nichts fürs Kyoto-Protokoll.