Gute Nachrichten aus der Bio-Tech-Branche. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young erzielte die Branche im vergangenen Jahr erstmals seit 2002 wieder Umsatzwachstum. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf gut eine Milliarde Euro, gleichzeitig fielen die Verluste in der von hohen Investitionen geprägten Branche auf insgesamt 486 Millionen Euro. Gewinn machten 27 Prozent der antwortenden 150 Unternehmen (2003: 22 Prozent). Die Zahl der Arzneiprojekte stieg von 202 auf 240. Allerdings scheint die Konsolidierung in der Branche noch immer nicht ganz abgeschlossen. Von 346 (Vorjahr: 350) Unternehmen wurden 2004 mehr Firmen insolvent oder liquidiert als neue gegründet. Auch die Zahl der Mitarbeiter und die Forschungsausgaben gingen laut Ernst & Young weiter zurück. Analyst Thomas Schiessle von Equits in Frankfurt, der bei seiner zweimonatlichen Umfrage auch im laufenden Jahr noch Zurückhaltung bei Personal und Forschung feststellt, hält das für eine nötige Normalisierung: Die Quellen sprudeln nicht mehr so üppig wie auf der Höhe des Bio-Tech-Hypes, seitdem haben die Controller in den Unternehmen mehr zu sagen.