Die globale Fischproduktion steigt ständig. Nach Angaben der Welternährungsorganisation waren es 2003 rund 132 Millionen Tonnen, etwa zehn Prozent mehr als noch fünf Jahre zuvor. Verantwortlich dafür sind in erster Linie leistungsstärkere Aquakulturen. In riesigen Unterwasser-Farmen werden Fische massenhaft gezüchtet - in Europa vor allem Lachs, in Asien oft Garnelen. Ein Drittel der weltweiten Fischproduktion stammt heute schon aus solchen Farmen. In Tiefkühltruhen oder an der Theke im Supermarkt muss erkennbar sein, woher der Fisch stammt. Konsumenten sollten trotzdem genau hinschauen: Lachs aus wilden Gewässern zum Beispiel ist in der Regel kein wild gefangener, sondern Zuchtlachs.

Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt rechnerisch rund 16 Kilogramm pro Jahr - allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Ländern. In traditionellen Fischnationen wie Island (90 Kilogramm) und Japan (65 Kilogramm) wird sehr viel mehr Seafood gegessen als beispielsweise in Deutschland, wo der Konsum mit rund 14 Kilogramm pro Person und Jahr sogar leicht unter dem Durchschnitt liegt.

Gefangen werden fast alle Fischsorten, die essbar sind oder als Tierfutter verwendet werden können. Ein gutes Dutzend Arten bringt es sogar auf eine Menge von mehr als einer Million Tonnen im Jahr. Spitzenreiter mit knapp zehn Millionen Tonnen sind Anchovis, die Lieblingsfische der Industrie. Sie vermehren sich schnell, schwimmen nahe der Küsten und nur knapp unter der Wasseroberfläche. Anchovis werden meist zu Fischöl oder -mehl verarbeitet. An zweiter Stelle - mit jährlich 2,7 Millionen Tonnen - steht der in Deutschland beliebte Alaska-Seelachs, der Rohstoff für Fischstäbchen und Schlemmerfilets.