Kriminalroman Wenig Korn, viel HölleSeite 2/2
Das Gesetz ist gegen die Bauern, also handeln sie gegen das Gesetz. Norris muss sein Land verlassen, weil er keine Quittung für die bezahlte Pacht vorweisen kann. Eine Familie wird von Haus und Grund vertrieben, weil die Ermordung des Vaters als Nichterfüllung des Pachtvertrages gilt. Doch bevor sich die Bauern zusammenrotten können, fallen die Städter, verleitet von einem ehrgeizigen Richter und einem Soziopathen, über sie her. Die posse knüpft auf, verbrennt, erschießt – nicht die Vigilanten, sondern jeden, der wie ein armer Farmer aussieht und aus der undurchdringlichen Wildnis des Bear Thicket auftaucht. Auch der Sheriff, alt und längst nicht mehr in der Lage, der Gewalt der Verhältnisse mit der Gewalt des Gesetzes zu begegnen, macht sich schuldig, wie alle. Er lässt zu, dass der unbewaffnete Anführer der Vigilanten im Kugelhagel zerfetzt wird. Recht, Gerechtigkeit, Schutz der Schwachen – Franklin steigt bis in Brusthöhe ein in die Zeit, in der diese Werte der Zivilisation kaum einmal zu ahnen waren. Ein Blick zurück in Trauer.
Die GefürchtetenAus dem Englischen von Wolfgang MüllerTom FranklinBuchHeyne2005München21,90416- Datum 02.06.2005 - 14:00 Uhr
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- Serie belletristik
- Quelle (c) DIE ZEIT 02.06.2005 Nr.23
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