Neuwahl »Wir können nicht alles rückgängig machen«Seite 10/10
Stoiber: Der Beitritt dieser beiden Staaten muss in den Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Dabei werden wir genau hinschauen, welche Regelungen für die Aufnahme dieser beiden Länder getroffen werden. Im Interesse eines fairen Wettbewerbs und der deutschen Arbeitsplätze muss etwa die Dienstleistungsfreiheit stärker eingeschränkt werden, als es bislang vorgesehen ist. Das ist eine Konsequenz aus den Erfahrungen der bisherigen Osterweiterung.
ZEIT: Sie stellen den Beitritt von Rumänien und Bulgarien aber nicht grundsätzlich infrage?
Stoiber: Nicht, wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Es muss überhaupt ein Gang zurückgeschaltet werden, und es muss faire Bedingungen geben. Wir dürfen die Menschen in der Europapolitik nicht weiter überfordern. Europa kann nicht mehr bloß mit dem Pathos vergangener Jahre begründet werden. Europa als Friedensprojekt ist zwar wichtig, aber das allein reicht nicht mehr aus.
Die Fragen stellten Martin Klingst und Matthias Krupa
- Datum 02.06.2005 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 02.06.2005 Nr.23
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