Biennale Kunst im Futur IISeite 8/8

Sloterdijk: Da schließt sich dann unsere Reflexionsschleife. Wir gelangen zu einem Begriff des subtilen Marktes. In diesem subtilen Markt werden hochgradig nichtevidente Werte getauscht, und zwar exakt wie reale Güter. Es stellt sich die Frage nach dem Gebrauchswert auf immer höheren Ebenen, der Markt wird immer subjekthafter, es geht immer stärker um die Ausarbeitung der eigenen Persönlichkeit. Oder um den Erwerb von Mitteln zur Demonstration von Souveränität. Jetzt müssen Sie mich nur noch überzeugen, dass der Besitz eines Werkes von Ihnen mich etwas souveräner erscheinen lässt. Dann erwerbe ich es.

Das Gespräch moderierte Hanno Rauterberg

 
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