Auch Tiere können Würdenträger sein. Dem römischen Kaiser Caligula sagt man nach, er habe sein Pferd zum Senator ernannt. In modernen Demokratien sind solche Praktiken freilich nicht üblich. Das dachte wohl auch ein Student in Oxford, der mit Freunden das Bestehen seiner Prüfungen feierte. Als ihn zwei berittene Polizisten passierten, bezeichnete er eines ihrer Pferde als schwul. Als der angetrunkene Student sich weigerte, seine Behauptung zurückzunehmen, wurde er von den Ordnungshütern in Handschellen abgeführt, musste eine Nacht in Polizeigewahrsam verbringen und 130 Euro Strafe zahlen.

Später sagte er, er habe nicht gedacht, dass Pferde so sensibel seien. In Zukunft wird er vielleicht vorsichtiger im Umgang mit Amtspersonen sein, vor allem, wenn diese beritten sind.

Papageien-Mafia

Es ist kein Geheimnis, dass lateinamerikanische Länder ein Problem mit dem Drogenhandel haben. Weniger wird dagegen über den Papageien-Schmuggel gesprochen, der in Mexiko dramatische Ausmaße angenommen hat. Jedes Jahr werden etwa 500 000 Vögel illegal in die Vereinigten Staaten gebracht.

Dadurch entgehen dem mexikanischen Staat jährlich Steuern in Höhe von 246 Millionen Euro. Artenschützer beunruhigt allerdings mehr, dass schon 19 Papageienarten ausgestorben sind. Der Umweltschutzbeauftragte Felipe Vásquez fordert nun, Tierschützer zu bewaffnen. Denn die Methoden der Papageien-Schmuggler unterschieden sich nicht von denjenigen der Drogenmafia.

Es bleibt abzuwarten, ob es in Mexiko demnächst bewaffnete Einsatzgruppen im Auftrag des Artenschutzes geben wird.