Coca-Cola geht unter die Klimaschützer. Nächste Woche stellt der Limonadenproduzent in der Berliner Spielbank seinen ersten Verkaufsautomaten auf, der nicht mehr mit dem extrem klimaschädlichen Kältemittel Fluorkohlenwasserstoff (FKW) arbeitet. FKW heizt die Erdatmosphäre über einen Zeitraum von 20 Jahren 3700-mal so stark auf wie Kohlendioxid (CO2), das beim Verbrennen von Kohle, Öl und Gas entsteht.

Bisher war es technisch nicht möglich, große Kühlaggregate mit einem halbwegs umweltverträglichen Kältemittel zu betreiben. Die Anfang der neunziger Jahre von Greenpeace entwickelte Greenfreeze-Technologie konnte sich deshalb nur in Haushalts-Kühlschränken durchsetzen. Die neue Technologie ließ Coca-Cola von japanischen Herstellern entwickeln, sie verwendet CO2 als Kältemittel.

Greenpeace drängte das Unternehmen zum Umsteuern - unter anderem mit einer Kampagne während der Olympischen Spiele in Sydney. Als späte Anerkennung für die Wende bei Coca-Cola wird auch der Greenpeace-Aktivist Wolfgang Lohbeck das neue Kühlgerät einweihen. Unilever (Langnese, Iglo) und McDonald's wollen ebenfalls ihre Kühltechnik umstellen. Gemeinsam mit Coca-Cola erhielten sie für ihre Pläne bereits den Klimaschutzpreis der amerikanischen Umweltschutzbehörde.