Vom Konzept der speziellen Frauenprodukte sind die meisten Anbieter bereits wieder abgerückt, denn Mode- und Schokoladen-Fonds kamen bei Frauen nicht an. Womit locken sie jetzt?

Commerzbank

Das Institut hat den Finanzbedarf und die Vermögenslage verschiedener Bevölkerungsgruppen und Lebenslagen ermittelt. Ergebnis: Deutsche wissen demnach zu wenig über Geld, und Frauen legen nicht schlechter, sondern nur zaghafter an als Männer. Das Money made by women-Konzept soll abhelfen. Die Commerzbank bietet Informationen und Veranstaltungen zu Themen wie Geldanlage und Etikette, um wenigstens die Informationslücke zu schließen.

FinanzFachFrauen

Der bundesweite Verband unabhängiger Beraterinnen ist in fast jeder größeren Stadt präsent. Weil nur Frauen wissen, was Frauen wünschen, werden Kundinnen von Steuerberaterinnen, Diplomkauffrauen und Bankwirtinnen bei der Geldanlage begleitet. Zeit sollten die Anlegerinnen mitbringen - alles andere steuern die Finanzfrauen bei.

Weberbank

Als Privatbank im alten Stil setzt die Weberbank auf die Idee vom good old girls' network, weil es so etwas nicht gibt hier in Berlin. Im Ladies' Office arbeiten 20 Beraterinnen, die vermögende Frauen beim Erben oder Vererben unterstützen und dabei, ein Unternehmen zu führen, auch wenn es ältere Familienmitglieder oder Kinder zu betreuen gilt. Das übernimmt dann der Familienservice. Zu den Abendveranstaltungen der Ladies werden prominente Frauen aus Wirtschaft, Politik und Kultur eingeladen wie Tissy Bruhns, Gesine Schwan oder Gertrud Höhler.