DIE ZEIT: Herr Peymann, wir wollen über die Endzeit der 68er reden und was danach kommt.

Claus Peymann: Ja, gut. Wir können es mal versuchen. Aber wenn nichts herauskommt, dann werfen wir das Gespräch in die Tonne, ja? Dann zeige ich Ihnen hier meinen Garten, damit Sie nicht ganz umsonst herausgefahren seid.

ZEIT: Sie leben in Köpenick, riesiges, großartiges Haus, riesiger, schöner Garten.

Peymann: Als ich vor dreieinhalb Jahren nach Köpenick zog, sagte Einar Schleef: Das ist konsequent, Köpenick war das Herz der Stasi, da gehören Sie hin.

ZEIT: Arbeiten Sie selbst im Garten?

Peymann: Ich habe mir das immer gewünscht, dass ich eines Tages in meinem Garten arbeite. Jetzt habe ich die Chance, und ich sehe, ich mache es nicht. Ich verliere hoffnungslos den Krieg gegen die heranwachsenden Farne, obwohl ich sie jetzt mit einem Gärtner um einen Meter zurückgeschlagen habe. Vorher hatte ich eine alternative, linke Gärtnerin, da sind wir schon mitten in unserem Thema, die hat ein gewaltiges alternatives Konzept für meinen Garten entwickelt. Sie kam dreimal, dann nie wieder.

ZEIT: Herr Peymann…