Die Verkäufe sinken, die Ausgaben für Kranke und Pensionäre steigen rapide - den US-Autoriesen General Motors (GM) und Ford geht es schlecht. Ausgerechnet Hiroshi Okuda, Chairman des erfolgreichen japanischen Konkurrenten Toyota, macht sich nun öffentlich Sorgen um das Wohlergehen der Konkurrenz. Mehrfach bot der Toyota-Chefmanager in den vergangenen Wochen seine Hilfe an. Toyota könne seine Preise in den USA erhöhen, erklärte Okuda, um der bedrängten US-Konkurrenz Spielraum für eigene Preiserhöhungen zu geben. Doch jetzt warnen Kartellexperten, ein derartiges Vorgehen könne illegal sein. Okuda bewege sich am Rande unerlaubter Preisabsprachen.

Selbstlos sind Okudas Hilfsangebote allerdings nicht. Wenn GM und Ford zusammenbrächen, könnte das in den USA politische Folgen haben, die sich gegen die Japaner richteten, sagte Okuda. Da würden auch all die neuen Fabriken der Japaner auf amerikanischem Boden nichts mehr nützen. Dabei haben die Japaner viel zu verlieren. In Amerika wachsen die Marktanteile von Toyota, Nissan, Honda und Co. von Jahr zu Jahr. Mittlerweile trägt jedes dritte dort verkaufte neue Auto ein japanisches Markenzeichen.