Der Roman war immer eine unreine Mischung aus Wirklichem und Erdachtem, aus schöner Willkür und moralischer Botschaft. Heute ist seine Aufgabe unklarer und der Reichtum der Formen größer denn je. Was also soll der Roman? Die Schriftsteller Martin R. Dean, Thomas Hettche, Matthias Politycki und Michael Schindhelm haben das folgende "Manifest für einen Relevanten Realismus" verfasst, in dem sie sich einerseits von der Literatur der Altvordern wie Grass und Walser absetzen, andererseits gegen die Literatur der jüngsten Generation, wie sie etwa im Leipziger Literaturinstitut sichtbar wird, Stellung beziehen. Wir haben die Schriftsteller Andreas Maier, Uwe Tellkamp, Hans-Ulrich Treichel und Juli Zeh gebeten, darauf zu antworten

"Manifest für einen Relevanten Realismus"
Martin R. Dean, Thomas Hettche, Matthias Politycki und Michael Schindhelm "

Der Roman schaut in fremde Zimmer hinein
Andreas Maier, Uwe Tellkamp, Hans-Ulrich Treichel und Juli Zeh "