Kunst Die Maler und das MeerSeite 2/2
Max Pechstein Rettungsboot, 1911 Öl auf Leinwand 70 x 80,5 cm Courtesy Franz Burda, Offenburg
Die Schau in der Hamburger Kunsthalle ist etwas Besonderes, weil sie eine Lücke in der deutschen Museumslandschaft schließen will. Denn bislang gab es keine Ausstellung, die sich der Darstellung des Seestücks unter kunsthistorischen Aspekten angenommen hätte. Und das, obwohl Meere, Häfen und Schiffe zentrale Motive für Künstler von der Romantik bis zur klassischen Moderne gewesen sind. In der deutschen Kunstgeschichte wurden maritime Bilder lange Zeit aufgrund von historischen Begebenheiten bewusst vernachlässigt, da die Marinemalerei von Kaiser Wilhelm II. als Propagandainstrument missbraucht wurde. Als der Monarch im Jahr 1888 den Thron bestieg, sah er Deutschlands Zukunft auf dem Meer und rüstete die Reichsflotte auf. Die Malerei wurde instrumentalisiert, um deren Pracht ins Bild zu setzten.
Museumsausstellungen bestehen längst nicht mehr nur aus dem reinen "Bestaunen". Über das umfangreiche Begleitprogramm kann sich online informiert werden >> http://www.seestuecke-hamburg.de/
Seestücke. Von Caspar David Friedrich bis Emil Nolde", 24. Juni bis 11. September, im Hubertus-Wald-Forum, in der Kunsthalle Hamburg.
- Datum 24.06.2005 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) ZEIT.de, 24.6.2005
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