Justiz Lebenslang und sicher verwahrt

Der Mörder der Kinder Levke und Felix wurde zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt

Das Landgericht in Stade hat den Mörder der Kinder Levke und Felix zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Zugleich stellte der Vorsitzende Richter die besondere Schwere der Schuld fest. Seine Kammer sah es als erwiesen an, dass der 31 Jahre alte Marc Hoffmann die achtjährigen Kinder aus Niedersachsen im vergangenen Jahr verschleppt, missbraucht und dann ermordet hatte. Die Polizei konnte Hoffmann im vergangenen Dezember des Mordes an Levke überführen. Einige Wochen später gestand er im Gefängnis überraschend die Tötung des Jungen. Der arbeitslose Installateur aus Bremerhaven hatte die Taten am ersten Prozesstag in einer schriftlichen Erklärung gestanden und zugleich um eine Therapie gebeten. Während des Prozesses schwieg er. Die Morde an Levke und Felix hatten deutschlandweit für Entsetzen gesorgt.

Mit seinem Urteil folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Der Familienvater kann demnach nicht schon nach 15 Jahren aus der Haft entlassen werden. Die Verteidigung hatte hingegen beantragt, Hoffmann in einer geschlossenen Psychiatrie unterzubringen. Der Angeklagte sei »für die Allgemeinheit gefährlich« und weise eine »hohe Rückfallgefahr« auf, sagte Staatsanwältin Demke und begründete so die geforderte Sicherungsverwahrung. Während des Prozesses hielt die Anklage den 31-Jährigen für voll schuldfähig und stützt sich dabei auf ein Gutachten des renommierten Psychiaters Prof. Norbert Leygraf. Die Verteidigung, die Leygraf selbst als Gutachter ausgesucht hatte, hielt ihren Mandanten dagegen für schuldunfähig.

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Unklar schien lange, ob der Verurteilte noch weitere Morde begangen hat. Immer wieder gab es darauf Hinweise. Noch gestern hatte die Polizei nahe der Autobahn 1 bei Schwerte in Nordrhein-Westfalen vergeblich nach einem weiteren Opfer gesucht. Die Beamten seien einem Hinweis aus der Bevölkerung nachgegangen, bestätigte ein Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Dabei gehe es um eine Frauenleiche. Am Abend wurde die Suche jedoch eingestellt.

 
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