VW-Schmiergeldaffäre Dreck unter der MotorhaubeSeite 2/2
In Sachen Volkert geht die interne Revision bei VW dem Verdacht nach, dass der Betriebsratschef mit Schuster an einem Unternehmen beteiligt sein soll, das sich um einen Auftrag von Skoda in Prag beworben hatte. Auch Volkert sei damit in die Affäre verstrickt. Branchenkreise bestätigten, es gebe "Unregelmäßigkeiten".
Der Sprecher der Bundesregierung, Béla Anda, hat unterdessen einen Bericht der Wirtschaftswoche , nach dem Bundeskanzler Gerhard Schröder möglicherweise von der Schmiergeldaffäre gewusst haben soll, als "verleumderisch" und "falsch" zurückgewiesen. Schröder werde sich gegen diese Behauptungen rechtlich zur Wehr setzen.
Volkert stand 15 Jahre lang an der Spitze des VW-Betriebsrates und galt als einer der mächtigsten Betriebsratschefs in Deutschland. Er war maßgeblich beteiligt an wichtigen tarifpolitischen Abschlüssen bei VW in den vergangenen 15 Jahren - etwa an der Einführung der Vier-Tage-Woche 1993, mit der Massenentlassungen vermieden wurden, sowie am Tarifabschluss im vergangenen Herbst. Gegen eine Nullrunde holte Volkert eine Beschäftigungssicherung in den westdeutschen VW- Werken bis 2011 heraus.
Volkert war auch wichtiger Bestandteil im "System Volkswagen", das der hannoversche VW-Betriebsratschef und SPD-Landtagsabgeordnete Günter Lenz einmal so beschrieb: Es bestehe darin, dass Vorstand, Arbeitnehmervertreter und die politisch Verantwortlichen des Landes Niedersachsen "Hand in Hand" dafür sorgten, Arbeitsplätze zu sichern.
- Datum 01.07.2005 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) ZEIT.de, dpa, 1.7.2005
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