g8-gipfel »Make Poverty History«Seite 2/2

Am Ende dürfte Live 8 bei Hunderttausenden von jungen Idealisten, die, Geldofs Ruf, folgend nach Schottland aufbrachen, nur Zorn und Frustration auslösen. Was immer die Politiker tun, es wird nicht reichen. Das hätte Tony Blair voraussehen können. Die Enttäuschung wird auch auf ihn zurückschlagen. Das Konzept des Freihandels, das vom Westen den Abbau von Schutzzöllen und Agrarsubventionen forderte, klingt nicht griffig genug, wenn »Armut zur Geschichte« gemacht werden soll. Doch das Ziel verlangt nun mal mehr, als Paul McCartney, U2 und Coldplay im Londoner Hyde Park auftreten zu lassen oder, was Geldof gelang, die zerstrittenen Stars von Pink Floyd nach 24 Jahren auszusöhnen. Immerhin soll der Gig am 2. Juli mit dem Beatles-Song The Long and Winding Road enden. Die lange, mühselige Straße, eine passende Metapher für den Kampf um Afrikas bessere Zukunft.

 
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