BBC Reporter sind zu den Bahnhöfen gefahren: nach Aldgate East, nach Edgare Road oder Kings Cross. Sie sprechen mit den Menschen, die es aus den Bahnhöfen geschafft haben. Die unter splitterndem Glas standen. Die aber auch tote Menschen gesehen haben. Sie beobachten Männer und Frauen, die verzweifelt mit ihren Handys ihre Angehörigen erreichen wollen - und keine Reaktion erhalten. In einem Pub schauen sich Angestellte die Ereignisse im Fernsehen an - und kehren bald zurück zu ihrem alltäglichen Geschäft, reden über Verträge, Projekte und Deadlines. Die Hilflosigkeit ist groß.

http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4659511.stm

Auch der Guardian berichtet in seinen Blogs über die Anschläge. Eines der Blogs veröffentlicht Augenzeugenberichte, die Leser per Mail an die Redaktion schicken. John Sandy beispielsweise saß in der U-Bahn: ein lauter Knall ("an almighty bang"), das Licht ging aus und die Luft wurde knapp. Einige Fahrgäste versuchen die Panik der anderen zu beruhigen. Nach einer halben Stunde war er aus dem Zug befreit. Jo Herberts Befreiung war dramatischer. Der Zug brannte und er hoffte nur, dass er ersticken, nicht verbrennen würde. Als er schließlich doch befreit war, geriet er in die Nähe eines der explodierenden Busse. Besonders erschreckend, wie abgeklärte Großstädter wie Matina Zoulia ihre Evakuierung gelangweilt über sich ergehen lassen "it happens all the time", um dann in verbrannte, blutüberströmte Gesichter zu schauen.
http://blogs.guardian.co.uk/news/

Auch die Times hat Augenzeugenberichte gesammelt - allerdings in einem Artikel .

Konstantin ist offensichtlich Deutscher und lebt in London. Er führt eine bedrückend nüchterne Liste in seinem aktuellen Blogeintrag. Er beginnt mit einem kurzen Eintrag über einen Unfall, es folgen Berichte über Schließungen von Bahnhöfen. Berichte über Evakuierungen,  Bomben, Verletzte und Tote.

http://www.londonleben.co.uk/

Im "Metroblog" schreiben viele Blogger über ihre Stadt. Heute erzählen sie beispielsweise über ihre Flucht aus der Stadt - die Autobahn war überfüllt mit Taxis, in denen Menschen saßen, die nur weg wollten aus der City. Eine Frau beobachtet die erstaunlich ruhigen Fußgänger - keine Panik, da wo sie sich befindet. Doch sie wünscht sich, irgend etwas tun zu können, zu helfen. Ein Familienvater telefoniert mit seiner verängstigten 11jährigen Tochter, die es gerade noch in die Schule geschafft hat.