Berlin  - Nach den Terroranschlägen in London haben die deutschen Sicherheitsbehörden den Schutz für die britischen und amerikanischen Einrichtungen im Land erhöht. Nordrhein-Westfalen ordnete besondere Bewachung britischer Einrichtungen an. Auch Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) ließ die Schutzmaßnahmen an gefährdeten Objekten "anpassen".

Unterdessen bildete die deutsche Botschaft in London einen Krisenstab. Außenminister Joschka Fischer habe sofort nachdem er von den Vorfällen in London erfuhr, mit dem Botschafter telefoniert, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag in Berlin mit. Über mögliche Opfer und deren Nationalität gebe es derzeit noch keine verlässlichen Informationen.

Auch im deutschen Bahnverkehr wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. "Die Deutsche Bahn hat ihr Sicherheitskonzept in enger Abstimmung mit der Bundespolizei der aktuellen Situation angepasst", sagte Konzernsprecher Werner Klingberg am Donnerstag auf Anfrage in Berlin. Auf den Luftverkehr zwischen Deutschland und England hatten die Bombenanschläge offenbar zunächst keine Auswirkungen. "Nach unseren Informationen sind die Londoner Flughäfen nach wie vor offen", sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Flughafens. Auch in Frankfurt/Main hieß es, der Flugverkehr verlaufe normal.

In Berlin wollten am Nachmittag die Sicherheitsexperten der Hauptstadt zu Beratungen zusammenkommen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) reagierten auf die Ereignisse in London mit einer Erhöhung der Sicherheitsstufe auf "gelb" - der zweiten von drei Sicherheitsstufen.